In unsereren Abteilungen geht es natürlich um Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Zusätzlich dazu ist über die Jahre ein mittlerweile preisgekröhntes Projekt entstanden:
"Kampfsport ohne Grenzen-Inklusion & Integration"
Dieses Projekt steht zusätzlich zur Kampfkunst für soziale Teilhabe von Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, sowie für Integration von Menschen aus anderen Kulturen.
Das ist der Kern unserer Gruppen und steht mittlerweile an erster Stelle. Um diesen Kern herum befinden sich die ausübenden Mitglieder unserer Kampfkunst, sowie die Kampfkunst selbst.
Teilnehmer*innen des Projektes lernen, neben der Kampfkunst, ein soziales Miteinander wie Respekt, Toleranz & Achtung vor Menschen die anders sind.
Neben dem Integrationspreis des Landrats von OPR, wurden wir im Jahr 2019 mit dem bronzenen Stern der "Sterne des Sports" für das Projekt „Kampfsport ohne Grenzen-Inklusion & Integration“ geehrt.
Dieser Preis wurde in der Staatskanzlei Potsdam verliehen und bestätigte uns, in dem was wir tun.
2024 wurden wir von der olympischen Sportjugend geehrt, bei“(M)ein Verein gegen Rassismus“.
2025 ehrte Olympiasieger & mehrfacher Weltmeister im Mittelschwergewicht - Henry Maske- uns und spendete mit seiner Stiftung „a Place for Kids“ sein Honorar an das Projekt Kampfsport ohne Grenzen, was uns sehr Stolz macht.
Wir bieten in diesem Projekt keinen Raum für Vorurteile wie Homophobie/ Trans*Feindlichkeit & Fremdenhass.
Kinder aus anderen Ländern, welche in Vergangenheit auf offener Straße beschimpft & belästigt wurden, sollen sich bei uns sicher und vor Allem wohl fühlen.
Diese soziale Teilhabe ist für unsere Teilnehmer sehr wichtig und die Kampfkunst der Trigger dazu. Im Projekt finden sie seit einigen Jahren Halt und Anerkennung, was das Selbstbewusstsein stärkt und sie glücklich macht.
Sie werden bei uns als normal anerkannt und sind für die anderen
Sportler, die dadurch auch Toleranz lernen, nicht einfach „die Behinderten“
oder gar die Ausländer.
Wie können
Menschen mit Handicap bei uns teilhaben?
Ist zum Beispiel ein Teil des Körpers eingeschränkt, wird es auch in Ruhe gelassen. Wir sind darauf eingestellt, das Training von Teilnehmern so umzustellen, dass zum Beispiel eine kaputte Hand nicht stark belastet wird. Eine farblich deutlich sichtbare Bandage, in Rot, wird dabei helfen andere Trainingsteilnehmer sensibel für die Verletzung zu machen. Aus Erfahrung wissen wir, dass wir mit viel Geduld und Spaß an der Sache, enorm zum Seelenheil der Teilnehmer beitragen können.
Kann die
Person ihre Arme nicht bewegen oder das, wie bei einem Kriegsflüchtling aus
Syrien sogar die Arme fast vollständig abgetrennt waren, zeigen wir trotzdem
wie coole Würfe oder andere Techniken mit den Beinen gemacht werden können. Ein
Beispiel ist auch eine Schülerin, die ihre Gehhilfe zur Verteidigung einsetzen
kann. So wird natürlich das Selbstbewusstsein gestärkt
Auch
haben wir eine Physiotherapeutin im Trainerteam, welche wir regelmäßig zu
Rate ziehen. Sie ist Trägerin des 2.Dan,Schwarzgurt & Betreuerin des Jahres 2020 im Landkreis OPR . Mit fachlicher Kompetenz im Bereich Anatomie steht sie uns zur Seite.
Neben tollen Freundschaften die entstanden sind, konnten die
Teilnehmer viele schöne Erfolge verzeichnen. So waren sie seit 2016 regelmäßig
beim internationalen Sommercamp dabei, in dem sie schließlich sogar komplexe
Prüfungen geschafft haben. Auch waren sie bei tollen öffentlichen Auftritten
dabei bis hin zum Gewinn des Integrationspreises 2017 in OPR und Bronze bei den
Sternen des Sports 2019. Zu diesen Preisen haben die Mitglieder, als Teil eines
tollen Teams, Maßgebend beigetragen.
Unser Projekt in anderen Vereinen zu integrieren ist einfach. Man muss nur Mut haben und Berührungsängste abbauen, der Rest kommt dann von alleine. Wir sind das beste Beispiel dafür, denn wir praktizieren es bereits seit langem bei uns, auch in Trainingscamps und offenen Kampfkunstseminaren.
Im Vordergrund steht bei uns immer der Spaß , denn das Leben ist ernst genug.
| Der Erfolg gibt uns Recht. Wir sind der Gewinner des Preises für Integration & Inklusion 2017 |
| Nach einer tollen Demo der Teilnehmer bekamen wir einen Pokal sowie 1000€ durch den Landrat Ralf Reinhard überreicht |
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| Schüler Yunis aus Afghanistan bekommt durch Boris Dodita (Moldawien) einen Wurf gezeigt |
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| unterschiedliche Kulturen treffen aufeinander, hier Schüler aus Bosnien und Afghanistan |
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| Respekt, Toleranz und Anerkennung in der Kampfkunst. Bei uns ganz normal! |





